Die Altstadt von Hann.Münden zerfällt, das Fachwerk bröselt, Schnitzkunst wird abgerissen. Um dem Entgegenzuwirken, ist das DKKD-Festival, unterstützt von fast 200! Ehrenamtlichen 2007 ins Leben gerufen worden. Künstler:innen sind eingladen, alle zwei Jahren in leer stehenden Häusern ihre Werke auszustellen, um diese traurige Situation ins Bewußtsein der Öffentlichkeit zu rücken. Welch ein Erfolg! Einige Häuser sind aufgekauft und restauriert, eine Genossenschaft hat sich 2013 gegründet, die mehrere Häuser inzwischen in ehrenamtlicher Facharbeit in Stand gesetzt hat. Wir LOV-Ausflügler:innen haben das Festival besucht, sind steile Stiegen hoch, sind abgetaucht in Gewölbekeller und haben die vielfältige Kunst bestaunt: Skulpturen aus Filz, bedrückende Fotos aus Russland, Farbflächen hinter Wachs, Putzfrauen aus Ton, Humoriges als Scherenschnitt... Und wir haben uns gefragt, warum immer noch so viele Göttinger:innen das Festival nicht kennen?